ein mallorquinischer Sommer


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Erstmal möchte ich mich ganz herzlich beim Kiwi Verlag bedanken, denn mir wurde dieses Buch zum rezensieren zur Verfügung gestellt. Leider konnte es mich nicht überzeugen obwohl ich ein treuer Mallorca-Fan bin.

Inhalt
Das Buch handelt von Jen und ihrem Mann Greg, welche fast jedes Jahr zusammen Urlaub auf Mallorca machen, genauer gesagt in Deia, einem sehr schönen Ort an der mallorquinischen Westküste. Doch dieses Jahr kommt Gregs Stieftochter zu Besuch, zusammen mit ihrem neuen Freund. Nathan ist mit seinen 17 Jahren nicht nur sehr jung und attraktiv sondern hat auch etwas ganz besonderes an sich. Jen fühlt sich schnell zu ihm hingezogen und ist hin- und hergerissen zwischen Lust und Verantwortung. Sie kann doch ihre Tochter nicht so hintergehen. Andererseits hat sie sich lange nicht mehr so sehr als Frau gefühlt. Es beginnt ein gefährliches Spiel was Jen zum nachdenken über ihr Leben und sich selbst bringt.

Meinung
Sie geht nach oben und fragt sich, ob ihr Mann sie mit siebzehn wohl auch ernst gefunden hätte. (S.43)

Ich tue mich leider sehr schwer meine Gefühle für dieses Buch in Worte zu fassen. Ich muss zugeben, dass ich zwar nicht sehr viel von einem erotischen Mallorcaroman erwartet hatte, allerdings wurde ich so sehr enttäuscht, dass es mir wirklich leid tut dies hier schreiben zu müssen.
Die Handlung beginnt langsam und auf den ersten 50 Seiten hatte ich ein gutes Gefühl beim lesen. Der Schreibstil war entspannend, die Landschaft wurde toll beschrieben und auch Jen war sehr entspannt und ruhig. Doch dann (sobad Nathan dazukam) war die ganze ruhige Urlaubsatmosphäre vorbei. Er selbst war mir nicht im Geringsten sympathisch und auch Jen wandelte sich sehr zum negativen. Sie fing zwar an ihr bisheriges Leben und die Beziehung zu ihrer Stieftochter zu reflektieren, allerdings hat sie zuoft anderen die Schuld gegen.
Sie betrügt ihren Mann, ist aber dennoch sauer als er ihr ein Geheimnis verschweigt (und das nur zum Wohle aller). Daher konnte ich ihre Handlungen oft nichtverstehen.
Auch Emma raubte mir schnell den Verstand. Das schlechte Verhältnis von Mutter und Tochter zieht sich durch das gesamte Werk und ist nervenaufreibend.
Die Erotik war meiner Meinung nach nicht wirklich erotisch, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand "Sex mit einer Seife" erotisch findet. Auch das Sprachniveau fiel während dieser Szenen sehr stark ab. Es wurden viele vulgäre Begriffe benutzt, die nicht zur Lebensweise und der Umgebung passten.
Der Schreibstil war allerdings im ganzen Roman eher schwierig. An manchen Stellen wurde einfach zuviel Beschreibung ausgespart. Außerdem waren mir viele Sätze einfach zu kurz. Ich lese persönlich lieber etwas verschachteltere Sätze als nur aufeinander folgende Hauptsätze.
Das Ende war zwar besser und auch spannend aber es konnte für mich nichts mehr rausreißen.
Das einzig positive an dem Buch sind die Restauranttipps und die Landschaftsbeschreibungen. Außerdem passt das Cover gut zum mallorwuinischen Westen.
Im Großen und GAnzen war das Buch eine Enttäuschung für mich, daher vergebe ich auch nur 2 Sterne.


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Foto: selbstgemacht

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